Tagebuchauszug:
Am Flughafen gab es das erste Wiedersehen nach einer langen Pause. Ich musste feststellen, dass ich mir immer noch keine Namen merken kann. Zum Glück haben wir eine Expertin dabei, die nicht nur alle Namen kennt, sondern auch noch die Flugdaten aufgeschrieben hat. Der Flug war ein bisschen rucklig, aber ich fahre gerne Achterbahn, das kam dem ziemlich nahe.
In Warschau angekommen wird erst mal Geld getauscht (1€ sind ca. 3 polnische Zloty). Der Bus fährt auch Richtung Innenstadt und eigentlich auch bis zu unserem Hotel. Eigentlich. Was wir bis jetzt noch nicht gewusst haben: Warschau ist eine einzige Baustelle. Es ist fast unmöglich an zwei Tagen hintereinander die gleiche Route zu fahren, weil die Baustellen und Umleitungen wie Pilze nach einem Regen aus dem Boden schießen. Das führte leider dazu, dass unser Bus einfach auf halber Strecke anhielt und nicht mehr weiterfuhr. Aber wir haben unser Hotel dann doch noch gefunden. Ich find ´s gemütlich.
Nachdem wir uns eingelebt haben, gingen wir in Warschau noch auf Erkundungstour. Die Altstadt ist wunderschön. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde sie nach alten Gemälden aus dem Mittelalter wieder aufgebaut. Genau so kommt man sich auch vor, wenn man durch die engen Gässchen geht und die Häuser mit alter /neuer Fassade bestaunt. Vor allem abends ist es schön, wenn die Lichter angehen und man durch die laue Nacht spazieren kann. Der Marktplatz war voll mit Menschen und Bären. Bären? Ja. Die Buddy-Bears -Welttournee machte auch in Warschau halt. Viele großen Bären aus aller Herren Länder standen auf dem Marktplatz und warben für mehr Toleranz unter den Menschen.

