Der Vormittag stand für individuelle Erkundungen zur Verfügung. Alle zogen in kleinen Grüppchen los und machten Warschau unsicher. Am Abend vorher bekamen wir eine Einführung in die Geschichte Warschaus und ausgewählte Sehenswürdigkeiten. Da konnte jeder auswählen, was er oder sie gerne sehen möchte. Am Abend traf man sich wieder, um das Vorgehen der nächsten Tage zu besprechen sowie die ersten Eindrücke zu sammeln.
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einig Bilder sollen die Vielseitigkeit Warschaus deutlich machen:

Blick vom Kulturpalast

Blick auf das neue Einkaufszentrum

einer der vielen Parks in Warschau

Der Kulturpalast-das Wahrzeichen von Warschau
Die erste Spur von Janusz Korczak
Einige fanden die erste Spur von Janusz Korczak auf dem jüdischen Friedhof. Dort befindet sich das bekannte Denkmal Janusz Korczaks und das Grab seines Vaters Josef Goldszmit. Außer dem schon erwähnten Denkmal gibt es ein Denkmal zur Erinnerung an die vielen jüdischen Kinder, die im 2. Weltkrieg umgekommen sind. Der Friedhof an sich ist sehr grün. Je tiefer man hineingeht, desto verwilderter wird er. Wenn man an so einem Flecken steht, die Vögel singen und den Wind in den Bäumen rascheln hört, fühlt man sich gar nicht mehr wie auf einem Friedhof.

Der erste Hinweis auf Janusz Korczak- Im jüdischen Friedhof

Denkmal Janusz Korczak und die Kinder

Ein Element aus dem Denkmal für die toten, jüdischen Kinder aus dem 2 WeltriegGrabstein von Josef Goldszmit

grüne Friedhofsidylle
Tagebuchauszug:
Heute war der erste Tag und wir haben uns die Hacken abgelaufen. zum Glück hatten wir schönes Wetter. Warschau ist einfach schön. Der jüdische Friedhof war beeindruckend. Nicht nur weil dort das , wie ich finde, schönste Denkmal Korczaks steht. Der ganze Friedhof ist so grün und friedlich und von der breiten Straße direkt davor kann man kaum etwas hören. Eine kleine Oase zum Besinnen.
Das war auch nötig, das Denkmal für die Kinder hat mich betroffen gestimmt. Man tritt auf eine Ecke aus Mauern zu und dort liegen ein Haufen Steine mit Fotos einzelner Kinder. Einige sind abgemagert, andere lächeln auf ihren Bildern. Ein Bild der Anne Frank war auch dabei.
Das Denkmal für Korczak zeigt ihn so väterlich, beschützend. Er hat ein Kind auf dem Arm, ein anderes an der Hand und auf dem Rücken der Rucksack, in dem er alles Essbare für seine Kinder sammelte.
…
Wir fanden die richtige Straßenbahn und fuhren bis zum Kulturpalast. Ich war ein bischen enttäuscht. Da steht ein riesiger Klotz aus den 60er Jahren mitten in Warschau, umgeben von viel befahrenen Straßen. Ich hatte ihn mir ganz anders vorgestellt. Aber das neu gebaute Einkaufszentrum hat ein spektakuläres Dach. Eine Glasdecke (oder irgendein anderes Material) aus lauter zusammengesetzten Dreiecken. Dann mussten wir auch schon zu unserem Treffpunkt gehen.
Wir fanden dann auch den Weg zum Treffpunkt, nur leider eine Stunde zu spät. Das Straßebahnnetz ist für nicht-polnisch-sprechende, in-Warschau-Unbekannte etwas verwirrend.
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